---
titel: "Das Gremp’sche Haus in Altenhaßlau"
typ: hintergrund
stand: 2026-10-11
ortsteil: Altenhaßlau
themen: [Denkmalschutz, Ortsgeschichte, Ortsmitte Altenhaßlau, Gremp’sches Haus]
zusammenfassung: "Was über das ehemalige Gasthaus „Zum Schwan“ an der Hauptstraße 29 belegt ist – und was nicht."
verwandt: [2026_gutachten-grempsches-haus]
quellen:
  - { titel: "Main-Kinzig-Kreis – Denkmalliste Altenhaßlau", url: "https://www.mkk.de/media/resources/pdf/mkk_de_1/buergerservice_1/lebenslagen_1/bauen_und_wohnen_1/63_bauordnungsamt_1/denkmallisten/Altenhasslau_KD.pdf" }
  - { titel: "Deutsche Biographie – Ludwig Gremp", url: "https://www.deutsche-biographie.de/gnd119108445.html" }
  - { titel: "Heimat- und Geschichtsverein Linsengericht – Hausbeschreibung", url: "https://www.geschichte-linsengericht.de/g1.php" }
  - { titel: "Gemeinde Linsengericht – Neue Ideen für die Ortsmitte von Altenhaßlau (2020)", url: "https://www.linsengericht.de/rathaus-politik/aktuelles/pressemitteilungen/2020/2-halbjahr/neue-ideen-fuer-die-ortsmitte-von-altenhasslau/" }
  - { titel: "Vorsprung – Grempsche Haus: Historisches Denkmal verfällt (2019)", url: "https://vorsprung-online.de/mkk/linsengericht/378-altenhasslau/157727-grempsche-haus-historisches-denkmal-verf%C3%A4llt.html" }
  - { titel: "Hessisches Staatsarchiv Darmstadt (Arcinsys)", url: "https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v3475487" }
---

## Kurz gesagt

Das Haus an der **Hauptstraße 29** in Altenhaßlau ist als **Kulturdenkmal** erfasst. Die Denkmalliste führt es als ehemaliges Gasthaus „Zum Schwan“ und datiert es auf 1847. Es gehört der Gemeinde. Über seinen heutigen baulichen Zustand gibt es kein öffentlich zugängliches Gutachten.

## Was belegt ist

- **1847** erwarb Heinrich Franz Ludwig Gremp die ältere Wagnerische Gastwirtschaft, benannte sie in „Zum Schwan“ um. **1926** kam ein Saal hinzu. Das Jahr 1847 ist damit Erwerbsjahr und Denkmaldatum – der Vorgängerbau kann älter sein.
- Die Familie **Gremp von Freudenstein** ist im Kinzigtal seit dem 17. Jahrhundert nachweisbar, unter anderem als Burgmannen in Gelnhausen und ysenburgische Räte in Wächtersbach. Die Reichsadelsbestätigung für Ludwig Gremp stammt vom **19. August 1552** – nicht, wie oft erzählt, von 1539.
- Der Heimat- und Geschichtsverein sieht die Altenhaßlauer Gremps als Nachkommen dieser Linie. Eine lückenlose, öffentlich einsehbare Kette aus Kirchenbüchern oder Grundbuch dafür gibt es bislang nicht.
- 2019 berichtete die Presse über den **Verfall** des Gebäudes.

## Der Architekturwettbewerb

Der oft genannte Wettbewerb war kein Rettungswettbewerb für das Gremp’sche Haus. Laut Gemeinde (2020) war es ein studentischer Wettbewerb der Frankfurt University of Applied Sciences zur **Ortsmitte Altenhaßlau**; betrachtet wurden am Ende vor allem Hanauer Hof und Haus Kitta. Pläne, Broschüre und Juryprotokoll sind öffentlich nicht verfügbar – deshalb fordern wir in unserem Antrag ihre Offenlegung.

## Was offen ist

- Wie steht es um Decken, Balken, Dach und Fundamente?
- Besteht Gefahr für Nachbarn und Veranstaltungen nebenan?
- Was hat eine Sanierung vor zehn Jahren gekostet – und was würde sie heute kosten?
- Welche Unterlagen liegen in der Verwaltung?

Diese Fragen soll unser Antrag klären.
